Hausstauballergie bei Kindern – Chancen & Risiken

Eine Hausstauballergie bei Kindern wird immer öfter diagnostiziert, mittlerweile ist fast jedes 5. Kind betroffen. Wird die Allergie zu spät erkannt und therapiert, kann dies schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Es gibt jedoch eine Reihe von Maßnahmen und Behandlungsmethoden, welche die Symptome lindern und teilweise sogar zur vollständigen Heilung führen.

Diagnose, Symptome und Folgeerkrankungen bei Kindern

Eine frühe Diagnose der Hausstauballergie ist bei Kindern besonders wichtig, da gerade bei einem jungen Immunsystem die Chancen auf einen Heilungserfolg sehr hoch sind. Andererseits birgt ein zu spätes Erkennen gefährliche Risiken, denn eine unbehandelte Hausstauballergie kann bei Kindern zu chronischem Asthma führen, welches nicht mehr zu heilen ist.

Eltern sollten deshalb bei folgenden Symptomen sofort einen Kinderarzt konsultieren:

  • rote, juckende Augen beim Schlafengehen und Aufstehen
  • verstopfte, laufende Nase, häufiges Niesen
  • nächtliche Hustenanfälle, Atembeschwerden

Gute Heilungschancen durch Immuntherapie

Die Hyposensibilisierung oder Immuntherapie wird bei einer Hausstauballergie für Kinder bevorzugt angewandt, da sie bei ca. 80% der Fälle Heilungserfolge zeigt. Bei der Immuntherapie erhalten die Kinder den allergieauslösenden Stoff in zunächst geringen Dosen, die nach und nach erhöht werden. Auf diese Weise kann sich das Immunsystem langsam an das Allergen gewöhnen. Im Idealfall reagiert es am Ende der Therapie gar nicht mehr mit einer Überreaktion auf das Allergen.

Die Immuntherapie kennt zwei Varianten:

  • das Allergen wird unter die Haut injiziert
  • das Allergen wird in Tropfenform eingenommen

Für Kinder mit Spritzenangst empfiehlt sich natürlich die Tropfenmethode. Ihr Allergologe wird Sie gern beraten.

Maßnahmen für zu Hause

Sie können als Eltern selbst eine Menge tun, um die Symptome der Hausstauballergie Ihres Kindes gering zu halten. Besonders nachts wirkt der allergieauslösende Kot der Hausstaubmilbe intensiv auf die Atemwege der Kinder ein, deshalb sollte Allergikerbettwäsche immer dazu gehören – ob zu Hause oder im Urlaub.

Wichtig sind auch milbendichte Matratzenbezüge, die Encasings. Hier finden Sie passendes Encasing für das Bett Ihres Kindes.

Außerdem sollten Sie im Haushalt folgende Regeln beachten:

  • glatte Böden statt Teppiche
  • synthetische Stoffe statt Baumwolle
  • Kleidung, die bei hohen Temperaturen gewaschen werden kann: Hausstaubmilben sterben erst bei ca. 60 Grad
  • regelmäßig Waschen, Staubsaugen, Staub wischen
  • Decken, Kissen jeden Tag ausschütteln und auslüften
  • Stofftiere sind bei einer Hausstauballergie bei Kindern leider tabu. Darüber sollten Sie mit Ihrem Kind in Ruhe sprechen, denn gerade kleine Kinder sind traurig, ihr geliebtes Stofftier zu verlieren.

Am besten beugen Sie schon im Kleinkindalter vor, damit keine Allergien entstehen. Welche Möglichkeiten Sie haben, erfahren Sie hier.

Ohne Allergie durch die Kindheit

Eine Hausstauballergie bei Kindern gehört neben Heuschnupfen zu den am häufigsten diagnostizierten Allergien. Sie ist jedoch gut behandelbar, wenn die Eltern beim Beobachten der Symptome sofort zum Arzt gehen. Auch zu Hause ist die Initiative der Eltern gefragt, denn je weniger Staub in der Wohnung liegt, desto freier können die betroffenen Kinder durchatmen. Gönnen Sie Ihrem Kind ein allergiefreies Aufwachsen, denn dann haben sie die Chance auch im Erwachsenenleben gesund zu bleiben. Und das wünschen sich wohl alle Eltern für Ihren Nachwuchs!

Weitere Informationen finden Sie hier: